Wenig Symptome, mehr Frühgeburten: Was Covid-19 bei Schwangeren anrichtet
(2. September 2020) - Britische Forscher haben 77 Studien zu Covid-19 bei Schwangeren analysierte. Sie ermittelten, welche Auswirkungen das Virus auf Mütter und Babys hat und fordern: Schwangere mit Vorerkrankungen sollten zur Hochrisikogruppe gezählt werden.
Schwangere, die wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus müssen, zeigen seltener Symptome als Nicht-Schwangere – werden jedoch häufiger auf die Intensivstation verlegt. Zudem kommt es bei Infizierten häufiger zu Frühgeburten. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die jetzt im britischen Fachmagazin „BMJ“ erschien.
Die britischen Wissenschaftler der University of Birmingham verglichen die klinischen Merkmale, Risikofaktoren und Ergebnisse von Covid-19 bei schwangeren, kürzlich schwangeren und nicht schwangeren Frauen im ähnlichen Alter.
Seltener Fieber und Muskelschmerzen
Die Forscher analysierten für ihre Metaanalyse 77 Studien, in denen die Krankheitsdaten von 11.432 (kürzlich) Schwangeren erfasst wurden, die mit Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Das brachte sie zu folgendem Fazit:
Im Vergleich zu Nicht-Schwangeren zeigten die Schwangeren seltener Symptome wie Fieber und Muskelschmerzen, wurden jedoch häufiger auf Intensivstationen aufgenommen. Als mütterliche Risikofaktoren machten die Wissenschaftler hier zunehmendes Alter, einen hohen Body-Mass-Index, chronischen Bluthochdruck oder bereits bestehende Diabetes aus.





