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Vorsicht bei Sehstörungen: Es gibt auch den Infarkt im Auge

Den Infarkt gibt es nicht nur im Herz – es gibt ihn auch im Auge. Dabei kommt es zu einer plötzlichen Durchblutungsstörung, die den Sehnerv dauerhaft schädigen kann. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, sich sofort ärztliche Hilfe zu holen. Auch der Infarkt im Auge ist ein Notfall.

(19.3.2021) - Beim Herzinfarkt sind die Symptome heftig, beim Schlaganfall auch. Stechender Schmerz in der Brust und Todesangst beim einen, Halbseitenlähmung mit Sprechstörung beim anderen. Eine dritte Form von Infarkt verläuft dagegen meistens schmerzfrei: der „Infarkt im Auge" – fachsprachlich: „Anteriore ischämische Optikusneuropathie" (AION). Hierbei kommt es – wie bei Herzinfarkt und Schlaganfall auch – zu einem Verschluss von Gefäßen. Durch den akuten Verschluss einer den Sehnerv versorgenden Augenarterie kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Seh-Nervengewebe. Dabei sterben die Neuronen des Sehnervs ab, der das Auge mit dem Gehirn verbindet. Da sich diese Zellen nicht neu bilden können, kann das im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen.

„Der Augeninfarkt ist ein Notfall"

Der Infarkt im Auge „ist ein augenärztlicher Notfall und muss sofort behandelt werden, weil es ansonsten zu einem unwiederbringlichen Absterben des Sehnervs kommt", sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband. „Deshalb sollte man immer sofort zum Augenarzt oder zur Augenärztin gehen, wenn man plötzlich auftretende Sehstörungen bemerkt." Diese akut auftretenden Sehprobleme können sich wie folgt äußern: durch eine plötzliche Verminderung der Sehschärfe auf einem Auge; oder durch eine plötzliche Einschränkung des Sichtfelds auf der linken oder rechten Seite.

Risikofaktoren: Diabetes, Bluthochdruck, hohes Cholesterin

Auslöser eines Augeninfarkts ist meist eine Gefäßverstopfung (Embolie) im Rahmen eines Vorhofflimmerns oder einer Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) oder eine fortgeschrittene Arteriosklerose, wie sie vor allem bei Patienten mit Diabetes auftritt. Bei 90 Prozent der Patienten mit einer AION liegen entweder Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wie Bluthochdruck vor oder ein Diabetes.

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