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Verminderte Stärke des Handgriffs kann auf Diabetesrisiko hinweisen

(4. September 2020) - Die Überprüfung der Stärke des Handgriffs könnte ein schnelles und kostengünstiges Screening-Instrument zur Identifizierung von Menschen mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes darstellen.

Bei einer gemeinsamen Studie der University of Bristol und der University of Eastern Finland stellten die Forschenden fest, dass die Greifkraft auf das individuelle Risiko für Typ-2-Diabetes hinweisen kann. Die Ergebnisse wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „Annals of Medicine“ veröffentlicht.

Wie gefährlich ist Diabetes?

Diabetes stellt in den verschiedenen Formen die neunthäufigste Todesursache weltweit dar und etwa 90 Prozent der Menschen mit Diabetes leiden an Typ-2-Diabetes, betonen die Forschenden. Es sei zu erwarten, dass bis zum Jahr 2025 mehr als fünf Millionen Menschen an Diabetes erkranken werden. Eine effektive Methode zur frühzeitigen Bestimmung des Erkrankungsrisikos könnte es allerdings ermöglichen, in vielen Fällen die Krankheit zu verhindern.

Welche Faktoren begünstigen Diabetes?

Alter, Fettleibigkeit, Familienvorgeschichte und verschiedene Lebensstilfaktoren, wie beispielsweise Bewegungsmangel, Rauchen, ungesunde Ernährung und übermäßiger Alkoholkonsum sind wesentlich an der Entstehung von Typ-2-Diabetes beteiligt. Allerdings erklären diese Faktoren alleine nicht das gesamte Risiko für Typ-2-Diabetes.

Muskelkraft deutet auf gesundheitliche Probleme hin

Eine reduzierte Muskelkraft, die sich an der Handgriffstärke messen lässt, wurde bereits zuvor mit einem frühen Tod, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Behinderungen in Verbindung gebracht, berichten die Forschenden. Spielt eine verminderte Handgriffkraft ebenfalls eine Rolle bei der Bestimmung des Risikos für Diabetes?

Aktuelle Studie bestätigt frühere Ergebnisse

Bis dato waren die Belege für den Zusammenhang zwischen der Handgriffkraft und Typ-2-Diabetes eher inkonsistent, auch wenn die Forschenden bereits in einer Auswertung von zehn veröffentlichte Studien zu diesem Thema zu dem Ergebnis kamen, dass Menschen mit höheren Werten der Handgriffstärke ein um 27 Prozent verringertes Erkrankungsrisiko für Typ-2-Diabetes aufwiesen. Obwohl die Auswertung darauf hindeutete, dass die Handgriffstärke potenziell zur Vorhersage von Typ-2-Diabetes verwendet werden könnte, mussten die Forschenden dies formell anhand von individuellen Patientendaten überprüfen.

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