Skip to main content

Studie: Schlaganfall-Risikofaktoren werden oft nicht rechtzeitig erkannt

Sie werden häufig nicht diagnostiziert und sind dennoch verheerend. Eine Studie thematisiert die vier Hauptrisikofaktoren, für einen Schlaganfall.

(Frankfurt, 4.7.2022) – Die Folgen eines Schlaganfalls sind häufig verheerend. Er tritt laut dem Handbuch MSD Manual auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn verschließt oder aufbricht. Das stoppt die Blutversorgung für Teile des Hirns, was zum Absterben ganzer Areale führen kann. Tritt eine Hirnschwellung auf, ist das Leben von Betroffenen stark gefährdet.

Nun kam eine Studie von Forschenden aus Lausanne zu dem Ergebnis, dass die größten vaskulären Risikofaktoren für einen Schlaganfall häufig unerkannt und undiagnostiziert bleiben. Doch was sind diese Faktoren und mit welchen Symptomen äußern sie sich?

Studie nennt neue Details

Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in ihrer auf dem European Academy of Neurology Kongress 2022 vorgestellten Arbeit insgesamt 4354 Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten. Bei mehr als zwei Dritteln mit zuvor nicht diagnostizierten vaskulären Hauptrisikofaktoren (UMRF) wurde mindestens einer dieser Faktoren festgestellt. Der Häufigste war die Dyslipidämie (61,4 Prozent).

Symptome einer Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung)

  • Mögliche Fettablagerung an Haut und Sehnen
  • Teilweise bilden sich am Rand der Hornhaut trüb-weiße oder graue Ringe
  • Es kann zu einer vergrößerten Leber führen
  • Kribbeln oder Brennen an Füßen und Händen
  • Atembeschwerden und Verwirrtheit
  • Eine Pankreatitis kann sich ausbilden

Bei rund 24 Prozent ergab sich, dass Bluthochdruck (Hypertonie) als ein häufig nicht erkannter vaskulärer Risikofaktor für Schlaganfälle auftrat. Dieser äußert sich meist durch keine spezifischen Symptome. Laut dem Gesundheitsportal Gesundheitsinformation.de treten Symptome wie Schwindel und Sehstörungen in der Regel nur dann auf, wenn der Blutdruck extrem hoch ist.

Schlaganfall: Vorhofflimmern als Risikofaktor ermittelt

Als dritten Risikofaktor ermittelten die Forschenden Vorhofflimmern. Dies wurde bei jeder und jedem 10. der Schlaganfall-Betroffenen in der Studie nachgewiesen. Laut der Deutschen Herzstiftung tritt dies dann auf, wenn es zu zusätzlicher Erregung in den Vorhöfen des Herzens kommt. Dadurch werden unkontrollierte Impulse zu den Kammern weitergeleitet, dadurch können sich die Vorhöfe nicht mehr ausreichend mit Blut füllen. Als Konsequenz nimmt die Leistung des Herzens um etwa 20 Prozent ab. Laut der Stiftung äußert sich das Vorhofflimmern durch folgende Symptome:

  • Herzrasen oder „Herzstolpern“
  • Unwohlsein, Schwäche, Unruhe, Angst
  • Schwindelattacken
  • Brustschmerzen
  • Luftnot
  • kurzzeitige Bewusstlosigkeit
  • Bei der Hälfte der Betroffenen trete keinerlei Symptome auf

Zudem deckten die Forscherinnen und Forscher Diabetes Mellitus als einen Risikofaktor für einen Schlaganfall auf. Dies war jedoch lediglich bei 5,2 Prozent der Untersuchten der Fall. Je nachdem, wie lange und wie stark der Zuckerspiegel erhöht ist, können sich unterschiedliche Diabetes-Symptome bemerkbar machen. Liegt ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel vor, kann sich dies durch starken Durst, gesteigerten Harndrang, Müdigkeit, Antriebsschwäche, sowie Übelkeit und Schwindel bemerkbar machen. Dagegen kann es bei einem sehr stark erhöhten Blutzuckerspiegel zu Bewusstseinsstörungen und sogar Bewusstlosigkeit kommen, betont das Bundesgesundheitsministerium.

HIER weiterlesen…