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Spezialisierte "Diabetes-Nurses" verbessern die Situation der Erkrankten beträchtlich

Um die Versorgung von Diabetespatientinnen und -patienten ist es in Österreich leider schlecht bestellt. Laut OECD-Daten haben wir die dritthöchste Rate an Amputationen aufgrund nicht mehr heilender, diabetischer Fußgeschwüre im internationalen Vergleich. Auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Diabetes ist höher als in anderen europäischen Ländern. Eindeutig kein gutes Zeugnis für unser Gesundheitssystem. Dazu kommt, dass immer mehr Menschen an Diabetes erkranken. Jährlich gibt es 33.000 neue Fälle. Aktuell sind in Österreich 600.000 bis 800.000 Menschen betroffen.

In den Niederlanden, der Schweiz und in Großbritannien sieht die Situation besser aus. Dort haben so genannte "Diabetes Nurses" - akademisch ausgebildete, spezialisierte Pflegekräfte - einen festen Platz in der Versorgung. Sie bieten kontinuierliche Betreuung für DiabetikerInnen an. Die Diabetes-Krankenschwestern zeigen den Erkrankten unter anderem, wie man selbst den Blutzucker misst, erklären ihnen, wie die Insulintherapie funktioniert - und ganz wichtig: Sie kontrollieren regelmäßig allfällige Wunden an den Beinen und Füßen!

Es ist an der Zeit, dieses Angebot auch österreichischen DiabetikerInnen zu Gute kommen zu lassen.