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Sollen Menschen mit Diabetes mehr Insekten essen?

Auf zahllosen Märkten in Asien gehören sie zum fixen Angebot: Insekten, frisch oder fertig zubereitet. Mehr als zwei Milliarden Menschen essen sie regelmäßig und holen sich damit wichtige Proteine und Nährsstoffe. Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken enthalten ähnliche Eiweisse wie Fisch, Huhn oder Rind und sind reich an ungesättigten Fettsäuren.

Doch Europäer tun sich mit den neuen Nahrungsmitteln schwer. Es gibt zwar erste Angebote in vorwiegend asiatischen Supermärkten, doch Umfragen zufolge wollen nur 20 Prozent der Deutschen Insekten als alternative Proteinquelle sehen. Nachsatz: in Österreich ist man eher noch konservativer.

Für die Insekten spricht auch eine gute Ökobilanz. Sie verursachen weit weniger Treibgase und benötigen weniger Platz und Wasser als Rinder und Schweine. Auch Futtermittel sind deutlich reduziert. Um ein Kilo Grillen zu züchten, braucht man nur 1,7 Kilo Futtermittel, für ein Kilo Rindfleisch sind es 2,6 Kilo.

Die Vorteile für Menschen, die an Diabetes erkrankt sind? Keine Kohlenhydrate, kein Cholesterin und bestimmt keine Gewichtszunahme.

Nun will die Lebensmittelindustrie die delikaten Brummer und Krabbler auch Europa schmackhaft machen. Allerdings in gemahlener Form. So könnten Insekten demnächst in Protein-Shakes oder auch als Mehlersatz in Backwaren oder Nudeln zum Einsatz kommen.

Für Arten wie Heimchen oder Europäische Wanderheuschrecken laufen die Zulassungsverfahren bereits. Quelle: pm-wissen.com