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Schlaflosigkeit könnte das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen

Neue Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Schlaflosigkeit das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen könnte und dass Lebensstilveränderungen oder pharmakologische Behandlungen, die den Schlaf verbessern, helfen könnten, die Zuckerkrankheit zu verhindern oder zu behandeln.

(13.4.2022) - Die Ergebnisse der Studie, die von Forschenden der University of Bristol geleitet und von den Universitäten Manchester, Exeter und Harvard unterstützt wurde, sind in der Fachzeitschrift „Diabetes Care“ veröffentlicht worden.

Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel

Schlafprobleme wie Schlaflosigkeit, zu wenig Schlaf und eine spätere Schlafenszeit wurden bereits in früheren Studien mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht.

Laut einer Mitteilung der University of Bristol untersuchte das Forschungsteam in der aktuellen Studie, ob diese Assoziationen durch kausale Effekte von Schlafmerkmalen auf den Blutzuckerspiegel erklärt werden können.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verwendeten eine statistische Technik namens Mendelsche Randomisierung, um zu sehen, wie fünf Schlafmaße – Schlaflosigkeit, Schlafdauer, Schläfrigkeit am Tag, Nickerchen und Morgen- oder Abendpräferenz – mit dem durchschnittlichen Blutzuckerspiegel zusammenhängen.

Mithilfe der Mendelschen Randomisierung, bei der Menschen anhand von genetischen Markern randomisiert werden, konnten die Forscherinnen und Forscher Verzerrungen aus den Ergebnissen ausschließen.

Diabetes verhindern

Die Studie mit über 336.999 in Großbritannien lebenden Erwachsenen zeigte, dass Menschen, die berichteten, dass sie oft Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen hatten, höhere Blutzuckerwerte hatten als Personen, die angaben, diese Schwierigkeiten nie, selten oder nur manchmal zu haben.

Das Forschungsteam fand keine eindeutigen Beweise für eine Wirkung anderer Schlafmerkmale auf den Blutzuckerspiegel.

Die Ergebnisse könnten das Verständnis darüber verbessern, wie Schlafstörungen das Typ-2-Diabetes-Risiko beeinflussen. Die Studie deutet auch darauf hin, dass Lebensstil- und/oder pharmakologische Interventionen, die den Schlaf verbessern, helfen könnten, Diabetes zu verhindern oder zu behandeln.

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