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Novo Nordisk: Unsere Antwort auf die Invasion der Ukraine

(*Novo Nordisk: Weltgrößter Insulinhersteller, 7. März 2022)

Wir sind zutiefst besorgt über die russische Invasion in der Ukraine und unsere Gedanken sind bei allen betroffenen Bürgern des Landes. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit unseren Mitarbeitern in der Ukraine und konzentrieren uns auf ihre Sicherheit und die ihrer Familien.

Als pharmazeutisches Unternehmen liegt es in unserer Verantwortung, Patienten mit chronischen Krankheiten mit lebenswichtigen Medikamenten zu versorgen, und wir werden alles tun, um die Versorgung in der Ukraine und in Russland aufrechtzuerhalten.

Da die normalen Lieferketten unterbrochen sind, stehen wir im Dialog mit mehreren internationalen humanitären Organisationen, um Hilfe zu leisten, und haben Medikamente und Hilfsgüter an das ukrainische Gesundheitsministerium gespendet.

Obwohl unsere Büros in der belagerten Hauptstadt Kiew am 24. Februar geschlossen wurden, bleiben wir in regelmäßigem Kontakt mit unseren ukrainischen Kollegen – von denen alle zu diesem Zeitpunkt als sicher und unverletzt gemeldet wurden.

Wir haben allen betroffenen Mitarbeitern Notfallfonds zur Verfügung gestellt, um die Kosten der Evakuierung zu tragen. Darüber hinaus koordinieren wir die Unterstützung in den Nachbarländern für Kollegen und/oder deren Familien, die die Ukraine verlassen möchten.

Die Novo Nordisk Foundation hat 55 Millionen Dänische Kronen (ca. 7,4 Mio. Euro) für die Bemühungen gespendet, darunter 5 Millionen Dänische Kronen (ca. 700.000 Euro) an das UNHCR – das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen – zur dringenden Unterstützung und zum Schutz von Menschen, die zur Flucht gezwungen sind ihre Häuser.

Wir tun alles, um die Versorgung von Patienten mit chronischen Krankheiten in der Ukraine mit lebenswichtigen Medikamenten aufrechtzuerhalten.

Wir haben dem Gesundheitsministerium bis zu zwei Monate lebensrettende Medikamente gegen Diabetes und Hämophilie aus unserem aktuellen Bestand in der Ukraine gespendet.

Wir stehen im Dialog mit mehreren internationalen humanitären Organisationen, um den Bedarf an Produktspenden zu ermitteln. Wir suchen nach verschiedenen Möglichkeiten, wie wir einen positiven Beitrag leisten können, unter anderem durch unsere eigene Lieferkettenkapazität und unser Know-how.

Häufig gestellte Fragen zum Thema


 
Ukraine: Warum wir keine Medikamente spenden sollten

Von Dr. Lillian Reiter

Die Organisation Apotheker ohne Grenzen rät von Medikamentenspenden seitens Privatpersonen ab. Im Interview erklärt Apotheker Andreas Portugal warum.

Angesichts der steigenden Zahl an Geflüchteten und der schlechter werdenden humanitären Lage in der Ukraine, rufen immer mehr private Initiativen zu Spenden auf.

Neben Kleiderspenden, Decken und Hygieneartikeln werden Privatpersonen auch konkret dazu aufgefordert Medikamente zu spenden. Warum davon abgeraten wird, erklärt der Apotheker Andreas Portugal, Projektkoordinator von der Organisation Apotheker ohne Grenzen.

Herr Portugal, in den sozialen Netzwerken wird von privaten Initiativen zu Medikamentenspenden für die Flüchtlinge aus der Ukraine aufgerufen. Ich habe noch Penicillin, Heparin und Schmerzmittel in meinem Medizinschrank. Kann ich die spenden?

Die Medikamente, die Sie jetzt weggeben wollen, haben Sie irgendwann einmal speziell für ihre eigenen Bedürfnisse gekauft oder verschrieben bekommen. Die Anwendung wurde Ihnen in der Apotheke erklärt und bei weiteren Fragen können Sie im Beipackzettel nachlesen. Die medizinischen Bedürfnisse der Menschen in Krisen sind oft anders. Auch verstehen sie in den seltensten Fällen Deutsch und können die Packungsbeilagen (sofern vorhanden) nicht lesen. Arzneimittel unterliegen auch Abbauprozessen. Das heißt, die Wirksamkeit lässt mit der Zeit nach, es sei denn sie werden unter besonderen Lagerbedingungen aufbewahrt. Das ist aber in Privathaushalten oft nicht gewährleistet und kann eben dazu führen, dass die Arzneimittel nicht mehr so gut wirken.

Darf ich überhaupt etwas spenden? Sind Medizinprodukte wie Diabetesbedarf, zum Beispiel Lanzetten oder Teststreifen, denn okay?

Auch Medizinprodukte sind sehr spezielle Geräte, die oft aus mehreren Teilen bestehen, die aufeinander abgestimmt sind, zum Beispiel Insulin Pen und Kanüle. Kann eine andere Person damit ohne Einweisung umgehen? Auch bekommt man für gespendete Geräte im Ausland oft keine Ersatzteile und keine Auffüllpackungen. Das bedeutet, das Gerät ist nach kurzer Zeit unbrauchbar.

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