Nicht sehr „Clever“: Massenhaft Palmöl in BILLA-Eigenmarke gefunden
„In der Werbung inszenieren sich REWE und insbesondere BILLA gerne als überaus nachhaltig - in Wahrheit packen sie massenhaft Palmöl in ihre Eigenmarken. Gerade dort, wo sie als Auftraggeber unmittelbar Einfluss nehmen könnten und dem ökologischen Raubbau eine Absage erteilen könnten, wird dieser in großer Menge den Kunden vorgesetzt. Wir haben hunderte Lebensmittel der Eigenmarke "Clever" durchleuchtet und dabei einen erschreckend hohen Grad an Produkten mit Palmöl ermittelt“ so Dr. Sebastian Bohrn Mena, Sprecher der Bürgerinitiative oekoreich.
Wien (OTS) - Die Bürgerinitiative oekoreich hat sich das Lebensmittel-Sortiment der REWE-Eigenmarke „Clever“ näher angesehen. Von rund 300 angebotenen Lebensmitteln sind etwa 200 für einen Einsatz von Palmöl potenziell geeignet. Tatsächlich findet sich in 49 dieser Produkte auch Palmöl. Damit wird eine Quote von fast 25 Prozent erreicht. Bei Durchsicht der Produkte, die in allen BILLA-Märkten vertrieben werden, zeigte sich der breite Einsatz von Palmöl in Back-, Tiefkühl- und Fertigwaren. Es findet sich genauso in Zwieback und Gemüsesuppen wie in Pfannengemüse, Carbonara-Sauce, Gulasch-Basis bis hin zu Backerbsen und Popcorn.
Greenwashing statt Verantwortungsübernahme
Nach Angaben von REWE ist „Clever“ die bekannteste Eigenmarke Österreichs. Beworben wird sie unter Verweis auf „strenge interne und externe Qualitätskontrolle“. Grundsätzlich setzt REWE in der Werbung stark auf Nachhaltigkeit und finanziert Aktivitäten, die ein grünes Image verschaffen sollen. So wird etwa auf „zertifiziertes Palmöl“ gesetzt. Expert*innen bezeichnen den RSPO-Standard als reines „Greenwashing“ und kritisieren die intransparente Konstruktion des „Round Table on Sustainable Palmoil“, die von multinationalen Unternehmen wie dem Unilever-Konzern dominiert wird.





