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Neue Verunreinigung in Blutdrucksenkern gefunden

In Medikamenten gegen Bluthochdruck wurden möglicherweise gesundheitsgefährdende Substanzen gefunden. Welche Mittel betroffen sind und was Patienten nun wissen sollten.

(Deutschland, 22.9.2021) - In den vergangenen Jahren wurden mehrfach Verunreinigungen mit sogenannten Nitrosaminen bei bestimmten Arzneimitteln festgestellt. Die potenziell krebserregenden Substanzen wurden etwa in Medikamenten zur Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes entdeckt. Die betroffenen Mittel mussten zurückgerufen werden.

Nun informiert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über eine weitere Verunreinigung in Blutdrucksenkern.

Blutdrucksenker: Gesundheitsgefährdende Substanzen nachgewiesen

Diesmal wurde die Verunreinigung in Losartan-haltigen Arzneimitteln gefunden. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um eine Azido-Verunreinigung, die nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nur bei der Herstellung des Wirkstoffs Losartan* gebildet werden kann.

Wie das BfArM berichtet, deuten die vorläufigen toxikologischen Bewertungen aber auf ein deutlich geringeres gesundheitliches Risiko im Vergleich zu Nitrosaminen hin.

Dennoch könne es zu Rückrufen betroffener losartanhaltiger Arzneimittel durch die Hersteller kommen. Dies sei eine vorbeugende Maßnahme, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, während die noch laufenden Untersuchungen zu diesen Medikamenten abgeschlossen werden.

Patienten sollten Bluthochdruck-Medikamente nicht absetzen

Patienten, die betroffene Blutdrucksenker einnehmen, sollten diese nicht einfach absetzen, da das ein höheres Risiko bergen könnte als mögliche Schäden durch eine Verunreinigung. Gegebenenfalls sollten sie Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

 

* Der Wirkstoff Losartan wird zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzschwäche (Herzinsuffizienz) angewendet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: "Azido-Verunreinigung in Losartan"