Mangelhafte Prävention: Frauen haben Nachholbedarf beim Herzschutz
Typ-2-Diabetikerinnen mit kardiovaskulären Risiken werden seltener präventiv behandelt.
(Paris, 4.11.2021) - Frauen mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulären Risiko werden seltener als Männer präventiv mit Statinen, ASS und Antihypertensiva behandelt. Das zeigt eine Studie mit fast 10.000 Typ-2-Patienten, die beim EASD-Kongress vorgestellt wurde.
Ein Team um Dr. Giulia Ferrannini vom Karolinska Institut in Stockholm hatte sich dafür Daten des REWIND-Trials angeschaut. Ausgewertet wurden Daten von 9901 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und einem großen Spektrum an kardiovaskulären Risikofaktoren, 46 Prozent waren Frauen. Die Forscher schauten nun auf die Verbreitung kardioprotektiver Therapien und die erreichten Therapieziele.
Ergebnis: Zu REWIND-Beginn wurden die Frauen im Vergleich zu Männern seltener mit Antihypertensiva (80 vs. 83 Prozent) und Statinen (73 vs. 81 Prozent) behandelt. Auch erreichten Frauen binnen zwei Jahren seltener die LDL-Zielwerte. Trotzdem hatten Frauen ein 46 Prozent geringeres Mortalitäts- und Herzinfarkt-Risiko (Ausnahme war das Schlaganfall-Risiko!). Auch war Risiko für Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz bei Frauen 38 Prozent geringer.
Quelle: https://www.aerztezeitung.de/





