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LDL-Cholesterin: Statine und ihre Probleme im Alltag

Eine der effektivsten Maßnahmen, um das kardiovaskuläre Risiko zu senken, ist die Verringerung des LDL-Cholesterins. Statine sind hier wirksam – allerdings hapert es in der Praxis unter anderem an Adhärenz und einer geeigneten Dosierung.

Entsprechend den Daten großer genetischer, experimenteller und klinischer Studien ist LDL-Cholesterin kausal an der Entstehung der Atherosklerose beteiligt. Hinsichtlich der Senkung des Lipids geben die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie auch für Diabetes-Patienten klare Empfehlungen: So soll z.B. bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und sehr hohem Risiko eine LDL-C-Senkung um ≥ 50 % vom Ausgangswert und ein LDL-C-Zielwert von < 1,4 mmol/l (< 55 mg/dl) angestrebt werden. Die Leitlinien empfehlen Statine für Personen mit Typ-1-Diabetes und hohem oder sehr hohem Risiko – der Typ-2-Diabetes sei hier aber nicht zu finden, bemängelte Professor Dr. Dietmar Trenk vom Universitäts- Herzzentrum Freiburg/Bad Krozingen. Strittig sei u.a. auch die Empfehlung, dass vor der Aufnahme einer Kombinationstherapie erwogen werden sollte, die Statintherapie zu intensivieren. Eine Steigerung der Statindosis habe aber nur moderate Effekte hinsichtlich der Senkung des LDL-Cholesterins, mahnte der Experte.

Nocebo-Effekt eine große Hürde

Es gäbe nun zwar diese stringenten Kriterien – diese würden aber in der Praxis nur schlecht umgesetzt. Zum Beispiel nimmt die Adhärenz an Hochdosis-Statine nach einem Myokardinfarkt innerhalb von 24 Monaten kontinuierlich ab [1]. Die Ursachen sind vielfältig: Unter anderem tragen negative Berichte in Laienmedien dazu bei, dass Patienten die Medikamente absetzen.

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