Krankheiten statistisch vorhersagen
IST-Austria-Forscher entwickelten ein mathematisches Modell, um das Krankheitsrisiko anhand von DNA-Daten zu errechnen.
(22.4.2021) - Forscher des IST Austria in Klosterneuburg haben ein statistisches Modell erstellt, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch bestimmter Krankheiten berechnen lässt. Die genetischen Risikofaktoren sind über die gesamte DNA verteilt. Die Erbgutdaten sind die Grundlage für die Berechnung. Das Modell könnte enorme Vorteile im großen Feld der personalisierten Medizin und der Vorsorge bringen, heißt es in einer Aussendung des Instituts.
Die Gruppe um Matthew Robinson vom IST Austria beschäftigt sich mit medizinischer Genomik und widmet sich der Modellierung umfangreicher Gesundheitsdaten und geeigneten Berechnungswerkzeugen.
Immer noch ist sehr wenig darüber bekannt, warum bei verschiedenen Menschen erste Symptome in unterschiedlichem Alter auftreten und warum der Schweregrad von Mensch zu Mensch variiert. Einer Krankheit zugrunde liegende Prozesse und Beziehungen zwischen verschiedenen Erkrankungen sollen besser charakterisiert werden können. Die Forscher wollen auch verstehen, wie Genetik und Lebensstil das Krankheitsrisiko beeinflussen.
Das Auftreten von Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes werden durch eine Vielzahl genetischer Faktoren beeinflusst. Wüsste man mehr darüber, wie das Erbgut das Risiko für solche Erkrankungen beeinflusst, hätte man Vorteile sowohl für die Patienten als auch das Gesundheitssystem. Man könnte präventiv agieren und damit auch Kosten sparen.





