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Kleine Menschen haben ein höheres Diabetesrisiko

(24.9.2020) - Kleinere Menschen scheinen ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes zu haben. Größere Menschen sind laut einer aktuellen Studie besser vor der Erkrankung geschützt, wobei jeder Größenunterschied von zehn Zentimetern das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Männern um 41 Prozent und bei Frauen um 33 Prozent reduziert.

Bei einer Untersuchung unter Beteiligung des Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke stellten die Forschenden fest, dass eine geringere Körpergröße mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Typ-2-Diabetes verbunden ist. Die Ergebnisse wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „Diabetologia“ veröffentlicht.

Körpergröße kann auf Diabetes-Risiko hinweisen

Eine geringere Körpergröße wurde bereits in verschiedenen früheren Studien mit einem höheren Diabetes-Risiko in Verbindung gebracht, was darauf hindeutet, dass die Körpergröße zur Vorhersage des Risikos für diese Erkrankung herangezogen werden könnte, so die Vermutung der Forschenden.

Bei größeren Menschen sei die Insulinsensitivität und die Funktion der Betazellen besser, während beispielsweise Kleinwüchsigkeit in Zusammenhang mit einem höheren kardiovaskulären Risiko stehe, das zumindest teilweisse durch Risikofaktoren ausgelöst wird, die auch für Typ-2-Diabetes relevant sind. In der aktuellen Studie soltlen die Zusammenhänge nun genauer überprüft werden.

Daten von mehr als 2.300 Personen berücksichtigt

Die neue Studie stützt sich auf Daten, die im Rahmen der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) gewonnen wurden. An dieser Untersuchung nahmen insgesamt 27.548 Menschen teil. Davon waren 16.644 Frauen im Alter von 35 bis 65 Jahren und 10.904 Männer im Alter von 40 bis 65 Jahren. Alle Teilnehmenden wurden zwischen 1994 und 1998 aus der Allgemeinbevölkerung in Potsdam rekrutiert.

Von diesen Teilnehmenden wurde eine Vielzahl von körperlichen Daten erhoben, darunter Körpergewicht, Körpergröße, Taillenumfang, Blutdruck und Beinlänge. Für die aktuelle Studie wurde eine Unterkohorte von 2.500 Personen (etwa zehn Prozent) nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, die repräsentativ für die gesamte Untersuchung war. Personen, die bereits an Diabetes erkrankt waren oder eine Nachbeobachtungsuntersuchung verpasst hatten, wurden ausgeschlossen, so dass 2.307 Menschen für die Analyse übrig blieben. Darüber hinaus wurden 797 Teilnehmende der vollständigen Kohorte eingeschlossen, die später an Typ-2-Diabetes erkrankten.

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