Herzinfarkt und Schlaganfall: Hohe Cholesterinwerte in der Jugend vermeiden
(8.10.2020) - Ein erhöhter Cholesterinspiegel in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter scheint erheblich das Risiko eines Herzinfarkts, Schlaganfalls oder anderer kardiovaskulärer Ereignissen im mittleren Alter zu erhöhen.
Ein hoher Cholesterinspiegel im frühen Alter erhöht das Risiko für Herzprobleme im späteren Leben, so das Ergebnis einer neuen Untersuchung unter Beteiligung von Forschenden der University of Maryland School of Medicine (UMSOM), welche im englischsprachigen Fachblatt „Journal of the American College of Cardiology“ publiziert wurde.
Die für die aktuelle Forschungsarbeit ausgewerteten Daten stammen aus der Coronary Artery Risk Development in Young Adults Study (CARDIA). Diese fortlaufende Untersuchung begann vor 35 Jahren mit der Rekrutierung von 5.000 Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren. Seither werden die Teilnehmenden medizinisch überwacht, um besser zu verstehen, wie individuelle Merkmale, Lebensstil und Umweltfaktoren zur Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben beitragen.
Risiko bleibt erhöht
Die Forschenden stellten fest, dass ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel in jungen Jahren das Risiko für die Entwicklung einer Herzkrankheit erhöht. Dieses erhöhte Risiko bestand selbst bei Personen, welche ihren Cholesterinspiegel auf ein gesundes Niveau reduzieren konnten, bevor ihr Alter Ende 30 erreichte, erläutert das Team.
Spätere Auswirkungen des Cholesterinspiegels
Zwei Menschen mit dem gleichen Cholesterinspiegel im Alter von 40 Jahren können ein sehr unterschiedliches Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben. Das Risiko ist dabei für Personen deutlich höher, die als Jugendliche bereits einen erhöhten Cholesterinspiegel hatten, erläutern die Fachleute.





