Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und dauerhaft abnehmen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen. Aber es kann einiges getan werden, um Herzinfarkt, Schlaganfall und Co. vorzubeugen. Wichtig hierbei ist unter anderem, ein Normalgewicht zu erreichen beziehungsweise zu halten. Wer zu viel wiegt hat ein höheres Risiko für solche Krankheiten. Fachleute haben Empfehlungen für eine gesunde und dauerhafte Gewichtsreduktion zusammengefasst.
(14.3.2022) - Bei Übergewicht leiden auch das Herz und die Gefäße – insbesondere im Quartett mit Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen (metabolisches Syndrom). Ernährungsfachleute geben Tipps, wie Abnehmen dauerhaft funktioniert.
Metabolisches Syndrom erhöht Herz-Kreislauf-Risiko erheblich
Nicht jedes Pfund zu viel schadet, aber wenn Übergewicht, Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen zusammentreffen, entsteht eine gefährliche Kombination – das sogenannte metabolische Syndrom –, die mit einem erheblichen Herz-Kreislauf-Risiko einhergeht.
„Übergewicht und Adipositas spielen eine besondere Rolle bei der Entstehung dieses folgenschweren metabolischen Syndroms“, erläutert Prof. Dr. med. Hans Hauner vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung in einer aktuellen Mitteilung. „Vor allem jüngere Erwachsene mit Adipositas im Alter von 18 bis 29 Jahren haben ein erhöhtes Risiko, am metabolischen Syndrom zu erkranken.“
Doch auch mäßig Übergewichtige mit einem „Body Mass Index“ (BMI) ab 25 könnten bereits an einer Stoffwechselstörung leiden, erläutert der renommierte Ernährungsmediziner und Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums (EKFZ) für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München (TUM).
Mit steigendem BMI sowie zunehmendem Alter werde es immer wahrscheinlicher, ein metabolisches Syndrom und damit auch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Damit es so weit nicht kommt, gilt es, frühzeitig gegenzusteuern und das Gewicht möglichst dauerhaft zu reduzieren.
Schon geringe Gewichtsabnahme ist hilfreich
Folglich gilt Übergewicht abzubauen als die effektivste Maßnahme, alle Komponenten des metabolischen Syndroms gleichzeitig zu verbessern: „Schon eine Gewichtsabnahme von fünf bis zehn Prozent kann Bluthochdruck und Blutwerte deutlich verbessern“, sagt Susanne Tesch, Diplom-Ökotrophologin am EKFZ der TUM.
Aber was einfach klingt, entpuppt sich im Alltag oft als großes Problem. Denn die Schwierigkeit ist weniger, Gewicht zu verlieren, sondern vielmehr, das niedrige Gewicht dann dauerhaft zu halten.
Der Grund dafür: Während einer Diät passt sich der Körper an die geringere Kalorienzufuhr an, der Energieverbrauch sinkt. Beginnen Betroffene dann wieder, mehr zu essen, steigt das Gewicht schnell wieder an – der Jojo-Effekt droht. Einige Tipps können helfen, diesem Effekt entgegenzuwirken:
- Pro Tag etwa 500 bis 600 weniger Kalorien aufnehmen als gewohnt, maximal 1.800 Kilokalorien täglich.
- Fett- und kalorienreiche Lebensmittel wie fettreiches Fleisch, Wurst, Süßigkeiten, Paniertes sowie Frittiertes einschränken.
- Auf zuckerreiche Getränke wie Cola oder Limonade sowie alkoholische Getränke möglichst komplett verzichten.
- Nicht mehr als drei Mahlzeiten am Tag einnehmen und Snacks zwischendurch vermeiden.





