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Ernährung: Omega-6 scheint chronische Schmerzen zu fördern

Chronische Schmerzen durch richtige Ernährung lindern

(28.6.2021) - Menschen mit Vorerkrankungen wie Adipositas, Arthritis oder Diabetes leiden oft auch an chronischen Schmerzen. Ein amerikanisches Forschungsteam fand nun heraus, dass solche Schmerzen mit der Ernährung zusammenhängen können. Eine fettreiche Ernährung, die in der westlichen Welt weit verbreitet ist, kann das Risiko von schmerzhaften Beschwerden erhöhen. Eine Ernährungsumstellung kann die Symptome lindern.

Forschende des University of Texas Health Science Center in San Antonio (USA) zeigten, dass eine typisch westliche fettreiche Ernährung das Risiko für schmerzhafte Symptome erhöhen kann, insbesondere bei Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit. Zudem legt die Arbeitsgruppe nahe, dass Ernährungsinterventionen die Schmerzen lindern können. Die Erkenntnisse, die kürzlich im renommierten Fachjournal „Nature Metabolism“ vorgestellt wurden, könnten die Behandlung von chronischen Schmerzen maßgeblich verbessern.

Welche Rolle spielen Fettsäuren bei Schmerzen?

Chronische Schmerzen sind weltweit eine der Hauptursachen für eingeschränkte Lebensqualität und Verlust von Leistungsfähigkeit. Obwohl Gesundheitsfachleute bei Erkrankungen wie Diabetes, Autoimmunerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig zu einer fettreduzierten Ernährung raten, gilt die Rolle von Fettsäuren bei Schmerzzuständen bisher als nicht ausreichend verstanden.

Omega-6-Fettsäuren als Risikofaktor für Schmerzen

Die Forschenden um Dr. Jacob T. Boyd untersuchten im Rahmen der aktuellen Studie diese Rolle bei Mäusen und Menschen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Dabei fand das Team heraus, dass eine typisch westliche Ernährung mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren ein signifikanter Risikofaktor sowohl für entzündliche als auch für neuropathische Schmerzen ist.

Dies bestätigte sich auch an einer Messung von Lipiden in Hautproben von Betroffenen mit neuropathischen Schmerzen bei Typ-2-Diabetes. Je mehr Omega-6-Fette in der Haut der Teilnehmenden vorhanden waren, desto wahrscheinlicher berichteten die Patientinnen und Patienten von Schmerzen und desto mehr Analgetika nahmen die Betroffenen durchschnittlich ein.

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