Diabetes: Rolle des Gehirns untersucht
Eine Studie unter Beteiligung der Universität zu Lübeck bringt nun neue Erkenntnisse zur sogenannten Zuckerkrankheit.
Rolle von Leptin untersucht
(16.8.2021) - Um die Krankheit Diabetes besser zu verstehen, hat ein internationales Forschungsteam unter Federführung des Institut national de la santé et de la recherche médicale (Inserm), der Universität Lille (Frankreich) und des Universitätsklinikums Lille im Labor für Neurowissenschaften und Kognition in Lille mehrere Jahre lang die Rolle von Leptin untersucht. Dieses Hormon ist an der Appetitkontrolle beteiligt und sendet Sättigungssignale an das Gehirn.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in der Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature Metabolism“ veröffentlicht wurde, nicht nur die Kenntnisse über den Mechanismus des Sättigungsgefühls erweitert, sondern auch ein neues Mausmodell für Diabetes entwickelt, das für die künftige Forschung in diesem Bereich nützlich und relevant sein wird.
Komplikationen durch erhöhten Blutzuckerspiegel
Wie in einer aktuellen Mitteilung der Universität zu Lübeck erklärt wird, ist Diabetes eine Krankheit, bei der ein erhöhter Blutzuckerspiegel langfristig zu gesundheitlichen Komplikationen führen kann.
Es gibt zwei Typen von Diabetes: Typ 1 sowie Typ 2. Typ-2-Diabetes (T2D) ist für rund 90 Prozent der Diabetes-Fälle verantwortlich. Die Patientinnen und Patienten sind in der Regel adipös oder übergewichtig und haben Risikofaktoren wie Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung.





