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Diabetes-Komplikation Fettleber: Wie Sport dagegen wirkt

Fettleber ist ja eine häufige Diabetes-Komplikation. Regelmäßiger Sport führt zu molekularen Anpassungen in den Mitochondrien der Leber und beugt so Fettleberkrankheiten vor.

Tübingen. Zur Prävention und Therapie von nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) wird regelmäßige Bewegung empfohlen. In wieweit dies die Anpassung der Leber an erhöhte Energiezufuhr verändert und welche Rolle der Skelettmuskel dabei spielt, haben Forscherinnen und Forscher von Partnerinstituten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) untersucht (Molecular Metabol 2021; online 22. Oktober).

In den Experimenten bekamen Mäuse energiereiche Kost, und ein Teil der Tiere musste regelmäßig auf dem Laufband trainieren, berichtet das DZD in einer Mitteilung. Nach der sechswöchigen Intervention wurde die Leber und Muskeln der Mäuse auf Veränderungen bei abgelesenen Genen (Transkriptom) untersucht, und zwar bei den in Mitochondrien gebildeten Proteinen (mitochondriales Proteom), der Lipidzusammensetzung und der Mitochondrienfunktion.

Weniger Fett gespeichert, Stoffwechsel entlastet

Ergebnis: Durch Training werden in der Leber wichtige Enzyme des Glukose- und Fruktose-Abbaus sowie des mitochondrialen Pyruvatmetabolismus reguliert. So lässt sich der Substratüberschuss für die mitochondriale Atmung und die Lipidsynthese verringern. Die Folge: Es wird weniger Fett in der Leber gespeichert. Zudem verbessert sich die Glukosekontrolle und eine erhöhte Muskel-Atmungskapazität entlastet den Leber-Stoffwechsel.

Fazit: Regelmäßiger Sport führt zu vielen kleinen Veränderungen an zentralen Metabolismus-Schaltstellen, was mit einer Monotherapie nicht erreicht wird, so das Team.

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/