Depressionen nach Infarkt steigern das Diabetesrisiko
Depressive Symptome nach einem Herzinfarkt können das Risiko für Diabetes, Zweitinfarkt und Schlaganfall steigern.
(Ulm, 25.6.2021) - Entwickeln Patienten nach Herzinfarkt depressive Störungen, dann haben sie auch ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes. Das berichten Forscher des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie an der Universität Ulm. Sie haben sich Nachbeobachtungsdaten von Infarktpatienten über 15 Jahre aus der KAROLA-Studie angeschaut (Cardiovasc Diabetol 2021; online 13. Mai).
Nach den Daten hatten depressive Postinfarkt-Patienten ein 2,5-fach höheres Diabetesrisiko und in Folge stieg auch die Gefahr für Zweitinfarkte und Schlaganfälle. Die Autoren raten daher, bei der Infarkt-Nachsorge auch die psychische Verfassung Betroffener zu berücksichtigen. Außer Antidepressiva und Psychotherapie könnten körperliche Aktivitäten die Depressionen lindern. Dies würde letztlich auch Herz und Gefäßen guttun.
Quelle: https://www.aerztezeitung.de/





