Bluthochdruck durch Bakterien im Mund
Die Zusammensetzung der Bakterien im Mund (Mundflora) scheint einen erheblichen Einfluss auf den Blutdruck zu haben. Bestimmte orale Bakterien begünstigen dabei offenbar die Entwicklung von Bluthochdruck.
(4.3.2022) - In einer aktuellen Untersuchung unter Beteiligung von Fachleuten der American Heart Association (AHA) wurde festgestellt, dass einige orale Bakterien mit der Entwicklung von Bluthochdruck verbunden sind, zumindest bei postmenopausalen Frauen. Die Ergebnisse wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Journal of the American Heart Association “ veröffentlicht.
9,4 Millionen Tote als Folge von Hypertonie
Bluthochdruck (Hypertonie) kann unter anderem zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Niereninsuffizienz mit potenziell tödlichen Folgen führen. So versterben laut dem Robert Koch-Institut (RKI) jedes Jahr weltweit etwa 9,4 Millionen Menschen an Todesursachen, welche auf erhöhten Blutdruck zurückzuführen sind.
Als die wichtigsten Risikofaktoren für einen erhöhten Blutdruck gelten mangelnde Bewegung, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Stress und ein erhöhter Alkoholkonsum. In der neuen Studie wird nun deutlich, dass bei postmenopausalen Frauen auch bei die Zusammensetzung der Bakterien im Mund das Risiko für Bluthochdruck signifikant erhöhen kann.
Daten von 1.215 Frauen ausgewertet
In der Studie wurden die Daten von 1.215 postmenopausalen Frauen der sogenannten Buffalo Osteoporosis and Periodontal Disease Study analysiert. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmerinnen lag bei Eintritt in die Untersuchung bei 63 Jahren.
Bei Aufnahme in die Studie wurde einerseits der Blutdruck erfasst und andererseits wurden Proben von vorhandenem oralen Zahnbelag unterhalb des Zahnfleischsaums genommen, berichten die Forschenden.
Zusätzlich wurde auch die Einnahme von Arzneimitteln und die medizinische und lebensgeschichtliche Vorgeschichte erfasst. Ziel war es, einen möglichen Zusammenhang zwischen Mundbakterien und Bluthochdruck zu überprüfen.





