Astra Endlich Impfung OMG Umpffff

Astra Endlich Impfung OMG Umpffff
Von Bettina Blanc, Lehrerin und Typ-1-Patientin
Montag 8.3.2021 um 11.00 Uhr habe ich – 51 Jahre alt, 44 Jahre Typ1 Diabetikerin, 3 Kinder, BMI von 24,45 und Lehrerin – mich impfen lassen können.
Die Frage, ob mit einem anderen Impfstoff außer Astra Zeneca, weil Risikopatientin, wurde verneint.
Das Prozedere im Vorfeld war unkompliziert und angenehm – die Impfung ebenfalls. Ich habe gar nichts gespürt – großartig.
Nach weiteren 15 Minuten warten machte ich mich auf den Weg an die frische Luft und den Sonnenschein – wie glücklich war ich!

10 Stunden passierte nix – im Gegenteil – ausgelassen telefonierte ich herum, lachte, witzelte und hoffte auf keine Nebenwirkungen. Außerdem belohnte ich mich mit lukullischen Genüssen süßer Art – wegen meiner Mutigkeit!
Jardiance habe ich Sonntag nicht mehr eingenommen, dafür Vitamin D-Depot, Magnesium, Rosuvastatin und Acemin 10g.
So – und nun kam es: zwischen 22.00 und 23.00 Uhr hat mein Körper Schmerzen entwickelt, wie bei einer Grippe mit passendem Fieber – 38,7C. Blutzucker hat 5 Stunden vorher die Kampfansage von 120% Basis bekommen. Ab diesem Zeitpunkt erhöhte ich auf 150% für die nächsten 12 Stunden.
2.00 Uhr morgens hatte ich Herzrasen und mein Blutdruckmessgerät zeigte 140/130/98 an. Der Zeitpunkt war gekommen um 1Tablette Mexalen zu nehmen.
Im Bett rumwutzeln, aufwachen, Blutzucker messen korrigieren, wieder einschlafen hat sicher bis Dienstag Nachmittags angehalten. Die Libre-Werte habe ich mit Blutzuckerwerten nicht verglichen – ich war nie über 290mg% und schaffte es am 2. Tag auf 107mg%. Ab da reduzierte ich die Basis wieder auf 120%.
Nichts destotrotz konnte ich wenig machen, außer im Bett liegen und schlafen.
Sehr hilfreich war die gute Suppe meines Mannes, sowie der Zitronentee in der Thermoskanne. Sonst war das Thema „Abwarten“ angesagt!
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schwitzte ich viel, hatte etwas Lungenschmerzen und die Atemluft kam scharf in den Hals.Blutdruck und Blutzucker normalisierten sich weitest gehend und die Körperschmerzen wurden leichter.
Mittwoch, 10. März 2021, ich fühle ich mich noch wackelig, dafür umso glücklicher, denn meine Seele hat durch die Impfung Land gewonnen.
Es bewahrheitet sich der Spruch, dass manche Geschenke als Problem verpackt kommen
Montag, 24. April, 11.00 Uhr, mein Termin für die zweite Coronaimpfung
Meine Vorerfahrung von Teil 1 ließ mich relativ kalt, aber so, wie man eben beim Telefonieren über den zweiten Impftermin plaudert, bekommt man ganz viele Glückwünsche auf den Weg.
Das verunsichert etwas.
Wie auch beim ersten Mal war ich in rasantem Tempo im Austria-Center und ebenso schnell wieder draußen. Frech, wie ich bin, verließ ich schon nach 10 Minuten die Aufenthaltshalle.
Eigenverantwortlich und mutig schritt ich in der Sonne mit übertriebenem Fröhlichkeitsempfinden zurück zu meinem Arbeitsplatz.
Nix war da zu spüren. Erst nach einigen Stunden pochte die Einstichstelle an meinen Arm. Das war´s.
Allerdings das Kurioseste meiner Psyche – weil so viele Gespräche um Impfungen, Auswirkungen, Leid und Leben und Sterben geführt wurden – waren meine nächtlichen Träume und Erwartungen von Fieber und Blutzuckermessungen. Jede 20 Minuten musste ich etwas machen:
- Meine Träume verarbeiten
- Messen
- Wasser trinken
- Mit mir diskutieren
- Bissi lesen, damit ich wieder einschlafe
- Messen
- Korrigieren
- Ach ja, Fieber messen ----------NIX
- Wasser trinken
- Ja, irgendwann in der Nacht muss man dann halt auf die Toilette
- Träumen – lauter Blödsinn
- Usw. usf.
Um 6.00 Uhr morgens war ich dann so müde, wie alle erzählt haben, dass das nach der Impfung eine Nebenwirkung sei.
So what – ich mach mir meine Nebenwirkungen ganz alleine!!!!!!!